Menü Mobile AJ

Corona-Pandemie und Antibiotikaresistenz – Teil 2: im Spital

Kontaktdaten

Ihre Telefonnummer inklusive Vorwahl

Zum Auswählen auf die Checkbox klicken.

Zum Auswählen auf die Checkbox klicken.

Nähere Angaben zu Ihrem Betrieb (wie Industrie, Betriebsspiegel, etc.)

Wählen Sie hier ein Datum für einen Besuch bei Ihnen vor Ort.

Corona-Pandemie und Antibiotikaresistenz – Teil 2: im Spital
Veröffentlicht in: Blog

(Neue) Massnahmen im Spital

Im ersten Teil dieser Serie haben wir versucht aufzuzeigen, wie dringend Massnahmen zur Verringerung der Antibiotikaresistenz sind. Hier möchten wir aufzeigen, mit welchen Massnahmen in Spitälern und anderen Gesundheitseinrichtungen die Antibiotikaresistenz bekämpft werden kann.

Die dritte Hand

Es gibt die Diskussion schon länger, ob Handys Keimschleudern sind oder nicht. Im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie wurde die Frage wieder aktuell und so berichtete zum Beispiel die Süddeutsche Zeitung, dass Hygieneexperten meinen, dass es nicht notwendig ist, Handys zu desinfizieren.

Nur ein paar Tage später veröffentlicht Dr. Lotti Tajouri von der australischen Bond Universität eine Zusammenfassung der wissenschaftlichen Literatur zu diesem Thema. Beunruhigt über die Ergebnisse, dass Handys Trojanische Pferde sein könnten, die die Antibiotikaresistenz fördern könnten, machte er seine eigene Forschung dazu.

In einer Pilotstudie untersuchte er 5 Handys von verschiedenen Mitarbeitern des Gesundheitswesens und im zweiten Artikel 30 Handys . Resultat, alle Handys hatten Keime und Antibiotikaresistenzgene. Das mögen zwar nur wenige Handys sein, aber aufhorchen lässt seine Umfrage, die von 165 Mitarbeitern eines Kinderspitals beantwortet wurde.

98% der Befragten gehen davon aus, dass ihr Handy Keime hat, mehr als die Hälfte gibt zu, das Handy auch auf der Toilette zu benutzen. Dennoch haben 57% ihr Handy noch nie gereinigt oder desinfiziert!

Deshalb spricht Dr. Tajouri vom Handy auch von der dritten Hand.

Das Smartphone als dritte Hand und Trojanisches Pferd - es nutzt das ganze Händewaschen oder Desinfizieren nichts, wenn nicht auch das Smartphone desinfiziert wird.
Bild aus https://www.nature.com/articles/s41598-021-93622-w

Unsere Empfehlung 1

Da in Spitälern die Händedesinfektion als die wichtigste Massnahme zur Verhinderung von Infektionen gilt, liegt es eigentlich auf der Hand, auch das Handy, wie auch Tablets, regelmässig zu desinfizieren.

Achten Sie aber darauf, dass das Desinfektionsmittel ein breites Wirkspektrum hat (bakterizid, voll viruzid, fungizid und sporozid) und eine gute Materialverträglichkeit hat, so wie z.B. unser AquaJet® Anolyte.

Nichtkritische Dinge?

Für die Schweiz gibt es keine offiziellen Richtlinien für die Reinigung und Desinfektion in Gesundheitseinrichtungen. Es wird lediglich auf die Richtlinie der amerikanischen Behörde CDC (Center for Disease Control and Prevention) verwiesen, die aus dem Jahre 2008 stammt und seither wenige Aktualisierungen enthält (die letzte 2019).

Die CDC unterscheidet 3 verschiedene „Dinge“ in Bezug auf das Risiko, Infektionen und Resistenzbildung zu fördern: kritische Dinge, halbkritische und nichtkritische. Als kritisch gelten chirurgische Instrumente, Herz- und Urin Katheter, Implantate und Ultraschallsonden, die in sterilen Körperhöhlen verwendet werden. Halbkritisch sind Atemtherapie- und Anästhesiegeräte, einige Endoskope, Laryngoskopspatel, Ösophagusmanometriesonden, Zystoskope, Katheter für die anorektale Manometrie und Diaphragmaanpassungsringe. Als unkritisch eingestuft werden Gegenstände, die mit intakter Haut, aber nicht mit Schleimhäuten in Berührung kommen: z.B. Bettpfannen, Blutdruckmanschetten, Krücken und Computer, sowie Bettgitter, einige Essensutensilien, Nachttische, Patientenmöbel und Fussböden.

Anweisungen „unkritische“ Dinge zu desinfizieren gibt es kaum und wenn, sind sie zurückhaltend formuliert, so wie die Swissnoso Empfehlungen der Vorsorgemassnahmen in Spitälern bezüglich COVID-19:

„Tägliche Desinfektion der Oberflächen (high-touch surfaces) und der WCs in Spitalbereichen mit bestätigten und vermuteten Covid-19 Patienten.“ (unsere Hervorhebung).

Gerade bezüglich der Coronapandemie wurde mehrfach (wenn auch spät) darauf hingewisen, dass der Virus ja über Aerosole übertragen wird, somit eine Ansteckung über Kontakt mit Oberflächen gering sei und entsprechend eine Desinfektion wenig bringe.

Ist das so? Und, wir wollen ja nicht nur der Corona-Pandemie ein Ende setzen, sondern auch Infektionen und Resistenzen verhindern. Bakterien, Pilze und Viren wurden aber nicht komplett durch das SARS-COV-2 Virus verdrängt und sind (leider) immer noch weit verbreitet.

Es gibt mittlerweile viele Studien, die zeigen, dass „nichtkritische Dinge“ potentielle Quellen für die Verbreitung von Infektionen sind. Als nichtkritisch gelten auch Böden, denn die können zwar kontaminiert sein, aber werden ja nicht mit den Händen berührt – so eine weit verbreitete Meinung. Dabei wird dem Prinzip der (Re-)Aerolisierung zu wenig Beachtung geschenkt.

Alleine durch das Laufen können Keime vom Boden wieder aufgewirbelt werden. Eine Studie aus Brasilien von 2019 zeigt sogar, dass beim Aufwischen von Norovirus-Verunreinigungen, der Virus in der Luft auf einer Höhe von 1.5 Metern nachgewiesen werden kann und so die Gefahr besteht, sich so zu infizieren.

Unsere Empfehlung 2

Betrachten Sie nichtkritische Dinge kritischer und beziehen Sie diese in ihre Hygienemassnahmen mit ein. Dazu sollte auch eine regelmässige Desinfektion der Böden gehören.

Auch hier gilt wieder ein Desinfektionsmittel einzusetzen, das ein breites Wirkungsspektrum hat und gut materialverträglich ist.

Besonders effektiv ist das elektrostatische Versprühen unseres AquaJet® Anolytes in Kombination mit den Geräten von EMist

 

Zum dritten Teil: „Corona-Pandemie und Antibiotikaresistenz – Massnahmen im Stall“.

20. Oktober 2021
30 Ansicht(en)
Gefiel Dir dieser Beitrag?
0
0
Kommentare
Ihr Kommentar zum Artikel