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Unabhängige Schweizer Desinfektionsmittelproduktion vor Ort

Unabhängige Schweizer Desinfektionsmittelproduktion vor Ort
Veröffentlicht in: Aktuelles

Der Bundesrat möchte, dass die Alcosuisse für die nächsten fünf Jahre eine Ethanol-Reserve hält, um bei Lieferengpässen aus dem Ausland die Schweiz für drei Monaten versorgen zu können. Die Investition in Anlagen, die mit nur Salz, Wasser und Strom ein überlegeneres Desinfektionsmittel als Ethanol produziert, wäre aber viel günstiger und sicherer.

Die Schweiz hatte bis 2018 ein Ethanolpflichtlager, das aber im Zuge der Privatisierung der Alcosuisse aufgelöst wurde. Darüber berichteten wir schon im September 2020.

Damals fragten wir uns, wie bei der drohenden zweiten Welle sichergestellt wird, dass wir nicht wieder in eine Mangellage fallen?

Nun, am möglichen Beginn der 6. Welle, hat der Bundesrat informiert. Bei Alcosuisse wird seit Ende März 2021 eine Reserve von 6‘000 Tonnen eingelagert. Der Bundesrat hatte für dieses einen Verpflichtungskredit von 5,82 Millionen Franken beantragt. Das Parlament stimmte dem im September 2020 zu.

Diese Reservelagerung hätte durch die Einführung von Pflichtlagern abgelöst werden sollen. Doch bei der Vernehmlassung zeigte sich, dass der Vorschlag vom Bundesrat auf Widerstand stiess und kurzfristig nicht umsetzbar wäre.

Deshalb soll also mit der Alcosuisse AG einen Sicherstellungsvertrag für die Jahre 2023 bis 2027 abgeschlossen werden, mit dem Ziel einer Lagerhaltung von 6'000 Tonnen Ethanol.

Die Kosten für diese Ethanol-Reserve betragen 2'366'800 Franken. Zusätzlich werden maximal 3'660'000 Franken zur Absicherung eines allfälligen Wertverlustes auf dem Warenlager reserviert.

Das ist erstaunlich, denn günstiger, unabhängiger und wesentlich nachhaltiger wäre, für die Desinfektion, statt auf ethanolbasierte Mittel zu setzen, AquaJet® MZE-Generatoren einzusetzen.

So kann nach Bedarf mit den Schweizer Rohstoffen Wasser, Salz und Strom ein Desinfektionsmittel in praktisch beliebigen Mengen hergestellt werden, das ein breiteres Wirksamkeitsspektrum als Ethanol aufweist. Es wären keine Gefahrguttransporte nötig und auch die Lagerung ist unproblematisch. So benötigt es keine Edelstahltanks und auch keine besonderen EX-Zonen.

Und im Vergleich zu Bio-Ethanol, mit einem CO2-Fussabdruck von bis zu 4kgCO2/kg, ist dieser bei unserem in Situ Verfahren und den geringen Mengen an Salz die benötigt werden, verschwindend klein.

Dass Ethanol auch ein wichtiges Lösungsmittel für die chemische und pharmazeutische Industrie ist, das mit unserem Anolyte nicht ersetzt werden kann, ist uns bewusst. Wie weit es dazu aber Reserven benötigt ist uns nicht bekannt, aber man darf wohl davon ausgehen, dass das Lager entsprechend weniger gross sein sollte.

16. März 2022
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